Bedeutung von Libido
Libido ist der wissenschaftliche Begriff für sexuelles Verlangen oder sexuellen Trieb. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „Begierde“ oder „Lust“. In der Psychologie wurde das Konzept der Libido maßgeblich von Sigmund Freud eingeführt, der sie als einen der grundlegenden Antriebe menschlichen Verhaltens betrachtete.
Einfach ausgedrückt: Libido ist Ihr natürliches Bedürfnis nach sexueller Intimität und die damit verbundene Lust. Andere Begriffe mit derselben Bedeutung sind sexuelles Verlangen, Lust oder sexuelle Sehnsucht. Es geht dabei nicht nur um die körperlichen Aspekte der Sexualität, sondern auch um die emotionalen und mentalen Dimensionen von Intimität.
Was beeinflusst die Libido?
Ihre Libido wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Hier sind die wichtigsten:
- Hormone spielen eine entscheidende Rolle für das sexuelle Verlangen. Bei Männern ist Testosteron der wichtigste Faktor, während bei Frauen sowohl Östrogen als auch Testosteron von Bedeutung sind. Hormonelle Schwankungen im Menstruationszyklus , während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können die Libido beeinflussen.
- Mit zunehmendem Alter verändern sich die Hormonwerte auf natürliche Weise. Dies kann zu Veränderungen des sexuellen Verlangens führen, wobei dies von Person zu Person sehr unterschiedlich ist. Viele Menschen behalten bis ins hohe Alter eine gesunde Libido.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente können die Libido verringern. Antidepressiva, Antihistaminika, Blutdruckmedikamente und die Pille sind gängige Beispiele. Besprechen Sie jegliche Nebenwirkungen immer mit Ihrem Arzt.
- Stress und Erschöpfung: Chronischer Stress und Erschöpfung wirken sich negativ auf die Libido aus. Wenn Körper und Geist ständig angespannt sind, haben Sie weniger Energie und weniger Interesse an sexueller Aktivität.
- Beziehungsqualität: Die Qualität Ihrer Beziehung beeinflusst Ihr sexuelles Verlangen direkt. Konflikte, mangelnde Kommunikation oder abnehmende Intimität können die Libido verringern.
- Ernährung und Bewegung: Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und guter Ernährung fördert Ihr allgemeines Wohlbefinden, einschließlich Ihrer sexuellen Gesundheit. Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen können die Libido negativ beeinflussen.
Hohe vs. niedrige Libido – Was ist normal?
Es gibt keine allgemeingültige „normale“ Libido – jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Wichtig ist, wie Sie Ihr eigenes sexuelles Verlangen empfinden.
Eine hohe Libido bedeutet, dass man häufig sexuelle Intimität verspürt. Das ist völlig normal, kann aber manchmal störend sein, wenn es nicht mit den Bedürfnissen des Partners übereinstimmt oder den Alltag beeinträchtigt.
Eine geringe Libido bedeutet, dass Sie wenig oder gar kein sexuelles Verlangen verspüren. Das ist nicht unbedingt problematisch, solange es Sie nicht persönlich belastet oder Ihre Beziehung beeinträchtigt. Viele Menschen haben von Natur aus eine geringe Libido und fühlen sich damit völlig wohl.
Wann sollte man Hilfe suchen? Ziehen Sie professionelle Hilfe in Betracht, wenn sich Ihre Libido plötzlich drastisch verändert, wenn sie Ihnen seelischen Stress bereitet oder wenn sie Probleme in Ihrer Beziehung verursacht. Ein Arzt kann medizinische Ursachen ausschließen und Ihnen entsprechende Ratschläge geben.

Unterschied in der Libido bei Männern und Frauen
Obwohl die Libido ein universelles menschliches Merkmal ist, gibt es einige gemeinsame Unterschiede zwischen Männern und Frauen:
Frauen: Die weibliche Libido wird häufiger von Hormonschwankungen beeinflusst. Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Stillen und Wechseljahre können das sexuelle Verlangen beeinflussen. Emotionale Faktoren und die Qualität der Beziehung spielen oft eine wichtige Rolle.
Männer verspüren typischerweise ein direkteres und körperlich stärkeres sexuelles Verlangen, das maßgeblich vom Testosteron beeinflusst wird. Ihre Libido unterliegt tendenziell weniger zyklischen Schwankungen als die von Frauen.
Timing und Erfahrung: Männer und Frauen haben unterschiedliche Rhythmen, wenn es um sexuelles Verlangen geht. Diese Unterschiede können zwar zu Missverständnissen in Beziehungen führen, sind aber völlig normal. Offene Kommunikation über Bedürfnisse und Erwartungen ist daher unerlässlich.
Was, wenn Ihre Libido niedrig ist?
Niedrige Libido muss nicht dauerhaft sein. Hier sind einige grundlegende Tipps:
Anpassungen des Lebensstils
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Erholung.
- Ernähren Sie sich abwechslungsreich und gesund.
- Regelmäßig Sport treiben
- Alkohol nur in Maßen genießen und nicht rauchen
- Finden Sie Wege, um Stress abzubauen
Kommunikation
Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle und Bedürfnisse. Intimität geht über Sex hinaus – pflegen Sie auch andere Formen der Nähe.
Professionelle Hilfe
Bei anhaltenden Problemen kann ein Arzt mögliche medizinische Ursachen untersuchen. Ein Paartherapeut kann bei Kommunikationsproblemen helfen.
Für konkrete Tipps und Ratschläge können Sie unsere Fachartikel zur Steigerung der Libido bei Frauen und zur Steigerung der Libido bei Männern konsultieren.
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